32. Schleswiger VR Bank Stadtlauf

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Niels-Peter Binder:

Teegen und Farah nicht zu schlagen

32. Schleswiger VR-Bank-Stadtlauf: Rund 280 Aktive auf den Beinen / Selomun und Andres verteidigen Kreismeistertitel

SCHLESWIG Mit der Schlei im Blick und dem Wind im Gesicht erlebten die rund 280 Aktiven beim 32. Schleswiger VR-Bank-Stadtlauf ein Straßenrennen, das zu einer Herausforderung wurde und manche Bestzeit-Ambitionen davon wehte. "Ich merkte den Wind deutlich, als ich allein unterwegs war. In der zweiten Runde konnte ich mich etwas hinter einem anderen Läufer verstecken", stellte die leichtgewichtige Siegerin Isabell Teegen fest.

Die 24-jährige EM-Teilnehmerin von 2016 nutzte die 32. Auflage des von Spiridon Schleswig ausgerichteten Laufklassikers als Wiedereinstieg nach längerer Krankheitspause und freute sich über ihre ansteigende Form. Nach 39:08 Minuten war ihr erster sportlicher Besuch an der Schlei mit einem ungefährdeten Sieg beendet. Von ihrer persönlichen Bestmarke (33:43), mit der sie 2015 über die 10-km-Distanz zur zweitschnellsten Schleswig-Hoilsteinerin aller Zeiten avanciert war und nur vier Sekunden über dem Landesrekord geblieben war, trennen die Rönnauerin zwar noch einige Trainingseinheiten, aber das Laufgefühl in Schleswig stimmt sie wieder optimistisch. "Ich gucke jetzt mal, wie das Training läuft, und stecke mir dann neue Ziele für diese Saison", erklärte Teegen, die gemeinsam mit einigen anderen schnellen Läufern aus dem Norden für das neu initiierte Running-Team Toyota-Autocentrum Lass antrat, in dem der Rendsburger Autohändler und ehemalige 800-Meter-Landesmeister Stefan Schmitz mehrere von ihm geförderte Lauf-Asse zusammen gebracht hat.

Hinter der Siegerin wiederholte Sabine Andres vom Borener SV überraschend ihren zweiten Platz aus dem Vorjahr. Die alte und neue Kreismeisterin ließ sich vom Wind nicht bremsen und ließ in 42:15 Minuten die Hamburgerinnen Denise Hoffmann (42:46 Min.) und Nadine Hoffmann (42:46 Min.) hinter sich. Die beiden schnellen Schwestern vom LT Haspa-Marathon Hamburg hatten zuvor den 5-km-Lauf zur Einstimmung mitgemacht und dort alle Konkurrentinnen hinter sich gelassen.

Im Hauptlauf der Männer setzte sich der ebenfalls für das Toyota-Team angetretene Mansor Farah vor seinem früheren Vereinskameraden Temuzgi Selomun vom STV Sörup durch. Der 21-jährige von der SG Kronshagen-Kiel, der zuletzt als Landesmeisterschaftsdritter über 10000 Meter auf der Bahn überzeugt hatte, lief in Schleswig ein taktisches Rennen und löste sich erst auf der zweiten Runde etwas von seinem Mitstreiter. In 34:34 Minuten gewann Farah mit 15 Sekunden Vorsprung vor dem 18-jährigen Söruper. Selomun verteidigte als Gesamtzweiter seinen Titel als Straßenlauf-Kreismeister des KLV Schleswig-Flensburg. Den dritten Platz erkämpfte Magnus Schiefelbein vom VfL Bokel in 37:49 Minuten.

Den 5-km-Lauf entschied der Kronshagener Toyota-Läufer Vilmos Tomaschewski in neuer Rekordzeit von 16:22 Minuten für sich. Das Tempo des 30-jährigen konnte weder Jörn Asmus Paulsen (Hannover 96/17:45 Min.) noch Christian Kock (Laufen gegen Leiden/18:43 Min.) mitgehen. "Nachdem ich zuletzt in Eckernförde auf der Ziellinie noch eingeholt wurde, bin ich froh, dass ich diesmal genug Vorsprung hatte und entspannt ins Ziel rennen konnte", erklärte der siegreich Tomaschewski.

Bei den Frauen erkämpfte Nicola Westmann von der SG Athletico Büdelsdorf in 22:19 Minuten den dritten Platz hinter den schnellen Hamburgerinnen Denise (20:13 Min.) und Nadine Hoffmann (21:06 Min.), die bei beiden Wettbewerben des Stadtlaufs aufs Tempo drückten.

Der 2-km-Jugendlauf war fest in der Hand zweier schneller Talente vom TSV Fahrdorf. Johanna Jahnke gewann bei den Mädchen in 11:45 Minuten vor Karla Rask (HKUF Harrislee/12:07 Min.) und Johanna Clemens (Fahrdorf 12:11 Min). Schnellster Nachwuchsläufer war Jakob Windmann, der in 11:12 Minuten seine Verfolger Finn Schwarz (Wilhelminenschule/11:33 Min.) und Lasse Nicolas Holdorf (11:35 Min.) hinter sich ließ.

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